Diesen Monat gibt es nur einen Artikel - die Neuanalyse eines Schädels, dessen Besitzer vielleicht das früheste bekannte Opfer eines Tsunamis war. Viel Spaß beim Lesen!

Schädel eines Opfers eines Tsunamis vor 6000 Jahren?

Der Aitape-Schädel aus Neuguinea wurde 1929 etwa 12km von der Küste entfernt unter mehreren Metern Sediment gefunden und ursprünglich auf das Pleistozän datiert. Eine Radiokarbon-Neudatierung ergab nun ein Alter von nur 6000 Jahren. Die Sedimente, in denen er eingebettet war, ähneln jüngeren Ablagerungen eines Tsunamis im Jahr 1998 in derselben Bucht. Demnach könnte der stark fragmentierte Schädel zu einem Menschen gehören, der vor 6000 Jahren bei einem Tsunami umkam. Die Neudatierung des Schädels ist außerdem relevant, weil der Schädel aufgrund des fälschlich angenommenen sehr hohen Alters als früher Nachweis der Besiedlung Neuguineas gegolten hatte, was nun hinfällig ist.

  • Goff, James, Mark Golitko, Ethan Cochrane, Darren Curnoe, Shaun Williams, und John Terrell. „Reassessing the environmental context of the Aitape Skull – The oldest tsunami victim in the world?“ PLOS ONE 12, Nr. 10 (25. Oktober 2017): e0185248. doi:10.1371/journal.pone.0185248.
  • Fischer, Lars. „Zertrümmerter Schädel: 6000 Jahre altes Tsunami-Opfer?“ Spektrum der Wissenschaft, 26. Oktober 2017. http://www.spektrum.de/news/6000-jahre-altes-tsunami-opfer/1514407.

Hinweis

Bitte beachten: Ich habe noch nicht alle Artikel im Panorama sorgfältig gelesen; in diesem Rundblick geht es vor allem um die schnelle Information. Fehler und Unklarheiten bitte ich daher zu entschuldigen und freue mich über entsprechende Hinweise und Kommentare


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