Die Bilder im Kopf der Website werden zufällig aus einem Bildfundus gewählt, sie beziehen sich also nicht spezifisch auf den individuellen Artikel, sondern sollen den Themenbereich "Klima und Geschichte" allgemein illustrieren. Die Auswahl ist sehr lose gefasst. Die abgebildeten Kulturen, Naturerscheinungen oder Objekte sind also nicht unbedingt wichtige oder deutliche Beispiele für Klimaeinflüsse auf die Geschichte, sondern beruhen auf praktischen Überlegungen: Was habe ich denn schon besucht bzw. fotografiert, und welche Motive wirken auch noch im extremen Breitformat der Website-Header?

Alle Fotos wurden von mir, Stephan Matthiesen, gemacht und stehen unter einer CC-BY 4.0 Lizenz (siehe Impressum für Details).

Kultur

Syrien

Im nahen Osten mit seinen relativ trockenen Verhältnissen spielen seit der Antike Klimaeinflüsse eine wichtige Rolle in der historischen Entwicklung. In der jüngsten Neuzeit gilt auch der syrische Bürgerkrieg als ein Beispiel für mögliche Klimaeinflüsse auf die Geschichte, kam es doch ab 2006 zu einer langjährigen Dürre, die zur Binnenmigration von Hunderttausenden führte. Inwiefern diese Klimafaktoren aber relativ zu den starken politischen Faktoren ausschlaggebend für diese humanitäre Katastrophe waren, ist umstritten und wird es wohl auch lange bleiben.

Die Bilder enstanden im Jahr 2003. Viele der hier gezeigten Orte wurden seither im Rahmen der Kriegshandlungen zerstört, gezielt aus religiös-ideologischen Gründen gesprengt oder durch Raubgrabungen geschädigt worden, weil sich Kriegsparteien durch den internationalen Antiquitätenhandel finanzieren.

Apameia (Syrien)

Palmyra (Syrien)

Hama (Syrien)

Das Bild zeigt Norias, Wasserschopfräder in der syrischen Stadt Hama aus etwa dem 12. oder 13. Jahrhundert, deren Entwicklung aber bis in bzyantinische Zeit zurückreicht. Angetrieben vom Wasserstrom schöpfen sie Wasser aus dem Fluss Orontes in Aquädukte, die es auf die umliegenden Felder verteilen - ein Beiepiel dafür, wie menschliche Kulturen Umwelten kontrollieren können, um in ihnen zu überleben.

Euphrat (Syrien)

Der Euphrat ist einer der beiden großen Flüsse des "Zweistromlandes" Mesopotamien. Das Bild zeigt den Euphrat in der syrischen Stadt Deir ez-Zor.

Diese Ruinen am Euphrat sind die Reste einer Festung.

Andere Orte in Syrien

Island

Die Menschen auf Island musste sich stets an eine harsche Natur anpassen. Die Bilder zeigen sodenbedeckte Häuser, die den rauen Bedingungen gut widerstehen.

Ein Symbol für die Macht der Natur ist dieses Denkmal aus den Überresten einer Brücke, die 1996 durch einen Gletscherlauf - die sturzhafte plötzlichen Entleerung eines Eisstaussees - am Fluss Skeiðará nach dem Ausbruch des Vulkans Grímsvötn zerstört wurde.

Arktis

Die König-Oskar-II.-Kapelle liegt an der Küste des Nordmeers direkt an der norwegisch-russischen Grenzen. Der örtliche norwegische Gouverneur hatte Mitte des 19. Jh.. eigentlich ein Kanonenboot angefordert, um russische Grenzverletzungen zu verhindern, aber das war der Regierung zu teuer, und so baute man 1869 stattdessen die Kapelle, um den norwegischen Gebietsanspruch zumindest symbolisch zu verteidigen. Im Rahmen dieser Webseite ist sie für mich ein Symbol, wie Kulturen bereit sind, selbst sehr entlegene und karge Territorien zu verteidigen.

Natur

Vulkane

Wüsten

Schnee und Eis

Arktis

Forschung

Sedimentbohrkerne

Bohrkerne aus Meeres- oder Seesedimenten gehören z den wichtigsten Quellen für Klimadaten der Vergangenheit. Sie sind etwa 10cm im Durchmesser und werden in handhabbare 1-2m lange Stücke geteilt. Üblicherweise werden sie dann der Länge nach halbiert; eine Hälfte wird direkt analysiert, und die andere Hälfte wird unangetastet in einer Kunststoffhülle für zukünftige Forschungen archiviert. Diese Bilder wurden im Bohrkernarchiv des National Oceanography Centre (NOC) in Southampton aufgenommen.

Da folgende Bild zeigt deutlich Paare von separat verpackten Borhkernhälften mit identischer Nummer und der Bezeichnung "Work" bzw. "Arch." (=Archiv) - die Archivhälfte bleibt unberührt, nur die "Work"-Hälfte darf untersucht werden.

Ozeanografie

Eine CTD-Rosette ist ein Standardinstrument für die ozeanografische Forschung. Sie wird mit einer Winde in große Wassertiefen gefiert (abgesenkt) und enthält Sensoren für die Leitfähigkeit (engl. conductivity), die Temperatur und den Wasserdruck (also die Tiefe, engl. depth) - daher die Abkürzung "CTD". Rund um die Rosette befinden sich Niskinflaschen (benannt nach ihrem Erfinder Shane Niskin) - im Bild sind drei graue auf der linken Seite der Rosette zu sehen. Sie haben oben und unten Verschlüsse. Beim Absenken sind die Flaschen offen, sodass sie sich mit Meerwasser füllen. Beim Heraufziehen können sie durch ein Steuerkabel nacheinander einzeln geschlossen werden, sodass man Wasserproben aus verschiedenen Tiefen erhält, die im Labor analysiert werden können.

Biologie und Ökologie

Geologie